Castlecamp:Tourismus:Presse09

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Die Tourismusbranche diskutiert über ihre Zukunft 'castlecamp' ab dem 12. September in Kaprun

Normalerweise ist die Burg Kaprun Schauplatz mittelalterlicher Festivals, Bühnenshows oder Disco-Partys. Gäste der Region Zell am See-Kaprun kommen hierher, um zu feiern und hochklassige Unterhaltung zu genießen. Am 12. und 13. September 2009 bildet das historische Gemäuer am Fuße des Kitzsteinhorns allerdings den Rahmen für eine Konferenz internationaler Hoteliers und Touristiker. Der Name: 'castlecamp'. Nach dem großen Erfolg im September 2008 veranstaltet die Region Zell am See-Kaprun auch in diesem Jahr ein so genanntes barcamp für Tourismusexperten aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz.

Doch was ist das überhaupt, ein barcamp? Das Konzept dahinter geht auf den amerikanischen Software-Entwickler Tim O'Reilly zurück. Er veranstaltete 2005 die erste Unkonferenz in Kalifornien, USA. Mittlerweile gibt es solche Meetings auf der ganzen Welt. Und auch die Organisatoren des ersten touristischen barcamps auf österreichischem Boden halten sich an die Grundsätze des Gründers: Es gibt weder ein vorgefertigtes Programm noch den bei großen Konferenzen und Tagungen sonst üblichen 'Key-Note-Speaker'. Stattdessen setzt man auf die Eigeninitiative der Gäste. Sie legen zu Beginn des barcamps die Themen fest, über die in Kleingruppen während 'sessions' diskutiert wird.

Wie gut diese Idee bei Europas deutschsprachigen Tourismus-Fachleuten ankommt, zeigt ein Blick auf die Anmeldungen für die zweite Auflage des barcamps: Nachdem sich im vergangenen Jahr rund 60 Teilnehmer auf der Burg Kaprun austauschten, hat sich die Zahl der Interessenten in diesem Jahr fast verdoppelt. 100 von ihnen können sich am Samstag und Sonntag über die aktuellen Trends der Branche austauschen. Alle weiteren müssen sich als Nachrücker mit einem Platz auf der Warteliste begnügen. 'Wir sind nicht überrascht, aber natürlich sehr glücklich, dass die zweite Auflage so einen großen Anklang findet', freut sich Rainer Edlinger, Gründer des 'castlecamps' und im Tourismusmarketing der Region Zell am See-Kaprun für den Bereich neue Medien verantwortlich. 'Das Besondere an unserem Camp ist, dass die Teilnehmer hier auf Augenhöhe miteinander kommunizieren. Der rege Meinungsaustausch bringt alle ein Stück voran.'

Neue Medien und das für Touristiker immer wichtigere Web 2.0 werden auch am 12. und 13. September eine große Rolle spielen. Die Themenvorschläge, die die Teilnehmer auf www.castlecamp.at bisher eingetragen haben, reichen von 'twitter als PR-Tool' bis hin zur Frage: 'Facebook - Wohin geht die Reise?' Welche Themen beim castlecamp tatsächlich aufgenommen werden, entscheiden die Gäste ganz im Sinne des Erfinders beim 'agenda setting' am Samstagvormittag. Am Abend laden die Organisatoren dann zum gemeinsamen Feiern im Rahmen der 'After-Camp-Session' ein.

Pressemeldung auf: presse.zellamsee-kaprun.com